Rather See

Rather See Panorama
Foto: von privat

Hier findest Du eine Zusammenfassung der Situation des Rather Sees / Neubrücker Baggerlochs.


Fakten zum See

Der Rather See, auch Neubrücker Baggerloch genannt, entstand in den Fünfzigerjahren als Kiesgrube. Er besitzt eine Wasseroberfläche von 33 Hektar und eine Tiefe von durchschnittlich 14 Metern. Die Wasserqualität des Sees beträgt Güteklasse 0 (Trinkwasser).

Seit Jahrzehnten wird der See von Anwohner*innen illegal als Naherholungsgebiet und Badegewässer genutzt.

Die Hege des Sees übernahm bis zum Ende der Auskiesungsarbeiten der ansässige Angelverein ASV Köln-Rath.


Der Plan: eine Wasserskianlage

Offenlageplan

Mit dem Ende der Auskiesung hätte der Rather See eigentlich renaturiert werden sollen. So war es mit der Stadt Köln vereinbart worden.

Um jedoch weiterhin finanziellen Nutzen aus dem Gewässer ziehen zu können, hat der Verwalter des Sees, Florian von Stein, im Namen einiger Eigentümer einen Bebauungsplanentwurf zum Bau einer Wasserskianlage eingereicht. Die Interessen der restlichen Eigentümer, die von einer Wasserskianlage nicht profitieren, bleiben auf der Strecke.

Die Wasserskianlage und ein dazugehöriger Badestrand sollen täglich bis zu 5.000 Badegäste aus Köln und Umgebung anlocken. Es sollen Parkplätze mit über 600 Stellplätzen für PKW entstehen.

Die Pläne sehen vor, dass die Wasserskianlage über zwei große Bahnen und eine Bahn zur Übung von Starts verfügt. Das östliche Ufer soll als Ausgleichsfläche dem Naturschutz dienen (das reicht jedoch nicht aus!). Der Rundweg um den See soll wegfallen. Ein freier Zugang wäre nicht möglich.

Damit die Wasserskianlage errichtet werden kann, muss der Rat der Stadt Köln dem Bebauungsplanentwurf noch zustimmen.


Unsere Vision

Kanadagänse
Foto: von privat

Wir lehnen die Wasserskianlage ab!
Eine vollständige Auflistung unserer Forderungen findet sich hier.

Wir möchten einen naturbelassenen Badesee für alle. Eine Wasserskianlage schließt als kommerzielles Angebot viele Anwohner*innen von der Nutzung des Sees als Ort der Naherholung aus.

Der See ist einer der wichtigsten Rast- und Winterplätze für Zugvögel in Köln. Außerdem finden sich viele seltene Tierarten an dem Gewässer. Eine Wasserskianlage kann nicht im Einklang mit den Belangen der Natur sein!

Dass der Rather See seit Jahrzehnten illegal von der Öffentlichkeit genutzt wird zeigt zudem, dass Bedarf an einem öffentlich zugänglichen Gewässer besteht. Wir möchten die Nutzung deshalb legalisieren und fordern die Stadt dazu auf, den See zu erwerben. Sie könnte das Betreten und Baden an ausgewählten Stellen erlauben und an anderer Stelle genügend Rückzugsraum für die Natur schaffen.

Als öffentliches Gewässer läge die Pflege des Sees bei der Stadt. Das Müllproblem könnte durch das Aufstellen von Abfallbehältern und die regelmäßige Beseitigung des Unrats durch die AWB gelöst werden. Zudem könnte der früher dort ansässige Angelverein die gesetzlich vorgeschriebene Hege des Sees und die Überwachung der Tierbestände wieder übernehmen. Durch die Pachteinnahmen kann die Bewirtschaftung des Sees in Teilen refinanziert werden.


Erste-Hilfe-Maßnahmen

Müll am Rather See
Foto: von privat

Der derzeitige Zustand des Sees ist so nicht haltbar!

Der See vermüllt mehr und mehr. In den Sommermonaten bilden sich verwahrloste Camps und die Wasservögel schwimmen zwischen Plastiktüten.

Obwohl eine gesetzliche Hegepflicht für Gewässer besteht, ist davon am Rather See nichts zu sehen. Der Verwalter überlässt den See sich selbst. Ein vermüllter See spielt den Befürwortern der Wasserskianlage in ihrer Argumentation zwar in die Hände, doch die Natur bleibt dabei auf der Strecke!

Wir fordern die Stadtverwaltung dazu auf, den Verwalter des Sees unverzüglich dazu zu veranlassen, die gesetzlich vorgeschriebene Hege zu erfüllen!


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